Die Ziele des Vereins "Lebenraum Lilienthal"
Auszug aus der Vereinsatzung
§ 2 Zweck
(1) Der Verein hat den Zweck, die Planung des zur Bebauung anstehenden Gebietes Heidloge/Ossenhöfe durchzuführen und baubetreuend im Auftrag der Bauherren tätig zu sein. Er handelt dabei nach den Grundprinzipien der ökologischen Siedlungs- und Lebensraum-Konzepte des Vereins Raum und Leben e.V., "Förderverein für ökologische Siedlungs- und Lebensraumgestaltung in Bremen und dessen Randgemeinden" mit Sitz in Bremen.
(2) Grundprinzipien der ökologischen Siedlungs- und Lebensraumgestaltung
- Anpassung an die Faktoren des Standortes Klima, Topographie, Boden, Wasser, Luft, Vegetation, Tierwelt und gebaute Umwelt sind zu berücksichtigen, um eine optimal auf die Umwelt des Standortes abgestimmte Siedlungsstruktur entwickeln zu können.
- Nutzung des Naturpotentials an erneuerbarer Energie und an Material.
Die Nutzung der örtlich verfügbaren Energien und Materialien darf nur im Maße ihrer Regenerationszeiten erfolgen. Dadurch sind die Umwelt belastende Ungleichgewichte zu vermeiden. Das heißt unter anderem: Minimierung des Verbrauchs fossiler Energien, Minimierung von Verkehr, angemessener Umgang mit erneuerbaren Energien und Energiesparmaßnahmen, angemessener Umgang mit Wasser und Baumaterialien, Möglichkeiten zur teilweisen oder vollständigen Deckung des Ernährungsbedarfs. - Interne Kreislaufbildung und lebensverträgliche bzw. lebensfördernde
Wechselbeziehungen zur Umwelt.
Zur effizienten Nutzung von Energien und Material sind interne Kreisläufe zu entwickeln, die Produktion von Energie und Material sind möglichst dezentral zu organisieren, Restmengen sind zu vermeiden bzw. in umweltverträglicher Form der Umwelt wieder zuzuführen. - Vielfalt und Vernetzung zur Stabilisierung des Systems.
Vielfalt der Produktnutzung und enge, vielfältige Vernetzung der internen Kreisläufe untereinander und mit externen Kreisläufen sichert die Stabilität ökologischer Siedlungssysteme bei gleichzeitiger hoher Effizienz. Bei Ausfall einer Komponente bricht nicht das ganze System zusammen. Es entsteht ein komplexes Gesamtsystem, in dem jede Einzelkomponente viele Funktionen ausübt und mit vielen anderen Einzelsystemen eng verzahnt ist. Das Gesamtsystem kann wiederum ein Teilsystem in einem übergeordneten System bilden. - Angemessene Eigenständigkeit Eigenständigkeit ist für selbständiges, eigenverantwortliches Handeln unabdingbar. Ebenso läßt sich nur bei angemessener Eigenständigkeit auf lokale Änderungen adäquat reagieren.
- Angemessene Dichte und Größe Abhängig von den Faktoren des Standortes ist die Dichte und Größe von Siedlungs- bzw. Lebensraumsystemen. Als Grenze für Dichte und Größe ist der Schutz vor Schädigung der Grundsubstanzen des Ökosystems festzulegen.
- Offene Systeme mit Möglichkeit zur Entwicklung für die Lebensfähigkeit
ökologischer Systeme ist unabdingbar die Möglichkeit, auf Änderungen
der Umwelt angemessen reagieren, d.h. sich entwickeln zu können. So
ist es auch bei Siedlungs- und Lebensraumsystemen.
